# Telekom-Telefonie in FEDEO FEDEO kann den lokalen Asterisk-Stack als Übergang zur externen Telefonie nutzen. Die Telekom-Anbindung wird mandantenbezogen in FEDEO unter **Firmeneinstellungen -> Integrationen -> Telefonie-Trunk** gepflegt. ## Zugangsdaten Für Telekom-SIP ist der Registrar normalerweise `tel.t-online.de`. Die SIP-ID ist in der Regel die Rufnummer mit Vorwahl ohne Leerzeichen und Sonderzeichen, zum Beispiel `0301234567`. Wenn dein Anschluss statt einer separaten SIP-ID die klassischen Zugangsdaten nutzt, kann der Authentifizierungsnutzer aus Anschlusskennung, Zugangsnummer, Mitbenutzernummer und `@t-online.de` gebildet werden: ```env TELEPHONY_TELEKOM_AUTH_USER=#@t-online.de ``` ## FEDEO Einstellungen Öffne **Firmeneinstellungen -> Integrationen** und fülle den Bereich **Telefonie-Trunk** aus: - `SIP-ID / Rufnummer`: Rufnummer mit Vorwahl ohne Leerzeichen und Sonderzeichen - `Kennwort`: persönliches Kennwort oder SIP-Kennwort - `Auth-User`: optional, falls dein Anschluss nicht direkt mit der SIP-ID authentifiziert - `Absendernummer`: optional, meist identisch zur SIP-ID - `Eingehende Nebenstelle`: lokale FEDEO/Asterisk-Nebenstelle, z. B. `1001` - `Ausgehender Prefix`: standardmäßig `0` - `Öffentliche Signaling-Adresse`: öffentliche IP oder DNS-Name, unter dem Asterisk von Telekom erreichbar ist - `Öffentliche Medien-Adresse`: öffentliche RTP-Adresse, leer nutzt die Signaling-Adresse - `Lokale Netze`: interne Netze, für die Asterisk keine öffentliche Adresse einsetzen soll Das Kennwort wird nicht wieder an das Frontend zurückgegeben. In der Oberfläche siehst du nur, ob ein Kennwort gespeichert ist. Nach dem Speichern muss die Konfiguration mit **In Asterisk anwenden** in die Asterisk-Include-Dateien geschrieben werden. FEDEO lädt danach PJSIP und den Dialplan über AMI neu und fordert die Telekom-Registration an. Den Laufzeitstatus findest du unter **Kommunikation -> Telefonie Setup** im Bereich **Externe Telefonie**. Wenn du die öffentliche Signaling- oder Medien-Adresse änderst, muss Asterisk anschließend neu gestartet werden, weil PJSIP-Transporte diese Werte nicht vollständig im laufenden Betrieb neu laden. ## `.env` Fallback Die `.env`-Werte bleiben nur als lokaler Fallback für den Asterisk-Teststack erhalten, falls keine mandantenbezogene Konfiguration gepflegt ist. ```env TELEPHONY_ENABLED=true TELEPHONY_EXTERNAL_PROVIDER=telekom TELEPHONY_EXTERNAL_ENABLED=true TELEPHONY_TELEKOM_ENABLED=true TELEPHONY_TELEKOM_REGISTRAR=tel.t-online.de TELEPHONY_TELEKOM_SIP_USER= TELEPHONY_TELEKOM_AUTH_USER= TELEPHONY_TELEKOM_PASSWORD= TELEPHONY_TELEKOM_CALLER_ID= TELEPHONY_TELEKOM_INBOUND_EXTENSION=1001 TELEPHONY_TELEKOM_OUTBOUND_PREFIX=0 TELEPHONY_ASTERISK_GENERATED_DIR=/var/lib/fedeo/asterisk/generated TELEPHONY_ASTERISK_AMI_HOST=asterisk-dev TELEPHONY_ASTERISK_AMI_PORT=5038 TELEPHONY_ASTERISK_AMI_USER=fedeo TELEPHONY_ASTERISK_AMI_PASSWORD=fedeo-ami-dev ``` Wenn das Backend lokal auf dem Host läuft, muss es AMI über `127.0.0.1:5038` erreichen. Der Entwicklungsstack mappt dafür `TELEPHONY_DEV_AMI_PORT` auf den Asterisk-Container. Wenn `TELEPHONY_TELEKOM_AUTH_USER` leer bleibt, verwendet Asterisk automatisch `TELEPHONY_TELEKOM_SIP_USER` als Authentifizierungsnutzer. ## Start ```bash docker compose --profile telephony-dev up -d asterisk-dev ``` Beim Start erzeugt der Container die Dateien `pjsip.telekom.conf` und `extensions.telekom.conf` in einem Docker-Volume. Ausgehende Anrufe mit Prefix `0` und internationale Ziele mit `+` werden über den Telekom-Trunk geroutet. Eingehende Anrufe landen standardmäßig auf Nebenstelle `1001`. ## FreePBX als Diagnose-PBX Für Provider-Tests kann zusätzlich das optionale Profil `freepbx-dev` gestartet werden. FreePBX ist hier nicht als dauerhafte FEDEO-Abhängigkeit gedacht, sondern als Referenzoberfläche, um Trunk-, NAT-, CLIP- und Routing-Parameter gegen einen Provider wie Easybell zu prüfen. ```bash docker compose --profile freepbx-dev up -d freepbx-dev-db freepbx-dev ``` Beim ersten Start muss FreePBX einmal gegen die lokale MariaDB installiert werden: ```bash docker compose --profile freepbx-dev exec -T -w /usr/local/src/freepbx freepbx-dev \ bash -lc 'php install -n --dbuser=freepbxuser --dbpass="$(cat /run/secrets/freepbx_user_password)" --dbhost=freepbx-dev-db' ``` Danach ist die Oberfläche lokal unter `http://localhost:18080` erreichbar. Beim ersten Öffnen zeigt FreePBX die Ersteinrichtung für den Web-Admin-Benutzer. Diese Zugangsdaten gelten nur für die FreePBX-Diagnoseoberfläche und sind unabhängig von FEDEO. Die Standardports sind bewusst konfliktarm gesetzt: - Web: `18080` / `18443` - SIP UDP: `15060` - RTP UDP: `18000-18100` Das verwendete FreePBX-Image ist aktuell nur für `linux/amd64` veröffentlicht. Auf Apple-Silicon-Hosts nutzt Docker Desktop deshalb über `FREEPBX_DEV_PLATFORM=linux/amd64` Emulation; für Diagnosezwecke ist das ausreichend, aber nicht als Produktionssetup gedacht. Für einen möglichst realistischen Easybell-Test kann der FEDEO-Asterisk kurz gestoppt und FreePBX auf dem üblichen SIP-Port gestartet werden: ```bash docker compose --profile telephony-dev stop asterisk-dev FREEPBX_DEV_SIP_PORT=5060 docker compose --profile freepbx-dev up -d freepbx-dev ``` In FreePBX sollte der RTP-Bereich unter **Settings -> Asterisk SIP Settings** ebenfalls auf `18000-18100` gesetzt werden, damit er zur Compose-Portfreigabe passt. Wenn der Trunk dort erfolgreich registriert und ein Testanruf möglich ist, können die funktionierenden PJSIP- und NAT-Werte nach FEDEO übernommen werden.