# Epson-Scanner und Dokumentenablage Unter **Organisation → Dokumentenablage** erscheinen noch nicht abgelegte Scanner-Dateien des aktiven Mandanten, neueste zuerst. Die Seite aktualisiert sich alle zehn Sekunden; Suche, Vorschau und Herunterladen sind verfügbar. Jede übertragene Datei wird unverändert als ein Dokument gespeichert. Ein mehrseitiges PDF bleibt ein Dokument. Der Empfang führt keine Texterkennung, Seitentrennung oder Rechnungsverarbeitung aus. ## In Dateien ablegen 1. Auf den Dateinamen, **Vorschau** oder **Ablegen** klicken. Das Modal zeigt das Original und rechts die Zuordnung. 2. Beim Öffnen wird ein KI-Vorschlag für Ordner und Dokumenttyp aus dem Dokumentinhalt angefordert. Ein gültiger Vorschlag füllt die Auswahlfelder vor und zeigt eine kurze Begründung. Bereits manuell geänderte Werte werden nicht überschrieben. **KI-Vorschlag einsetzen** übernimmt ihn bei Bedarf wieder in die Felder; **Erneut prüfen** fordert eine neue Analyse an. 3. Den vorgeschlagenen vorhandenen FEDEO-Dateiordner oder **Dateien (Hauptebene)** und **Dokumenttyp** prüfen und bei Bedarf ändern. Unterordner erscheinen mit ihrem vollständigen Pfad. Neue Typen lassen sich unter **Stammdaten → Dateitypen** anlegen. Ein vorgeschriebener Ordnertyp ist nicht änderbar. 4. Erst **Übernehmen und ablegen** speichert Ordner und Typ am bestehenden Original. Danach verschwindet das Dokument aus dem Eingang und ist unter **Dateien** im gewählten Ordner verfügbar. Es wird keine Kopie erzeugt und keine Rechnungsverarbeitung ausgelöst. Nur aktive Ordner und Typen desselben Mandanten sind zulässig. Bei einem Fehler bleibt das Dokument im Eingang. Ein erneuter Scanner-Upload mit demselben Namen und Inhalt bestätigt weiterhin den ursprünglichen Empfang, ohne einen neuen Eingangseintrag anzulegen. ### KI-Vorschläge Die Analyse nutzt die bestehende zentrale FEDEO-KI-Anbindung oder den konfigurierten `OPENAI_API_KEY`, entsprechend den E-Mail-Zuordnungsvorschlägen. Die Antwort verwendet [Structured Outputs](https://developers.openai.com/api/docs/guides/structured-outputs) und `store: false`. Dokumentinhalt, Dateiname und Kandidatennamen gelten als Daten, nicht als Anweisungen. Das Backend prüft vorgeschlagene IDs und verpflichtende Ordnertypen gegen die aktiven Stammdaten des Mandanten, auch noch einmal nach der Analyse. Der Scanner-Zugang kann diese API nicht nutzen. Für die Analyse werden höchstens die ersten fünf PDF-Seiten bzw. die erste Bildseite lokal gelesen (Poppler/Tesseract; JPEG, PNG und TIFF werden für die OCR aufbereitet). Diese Werkzeuge sind im Backend-Image enthalten. Es werden maximal 24.000 Textzeichen und eine begrenzte Auswahl passender Ordner und Typen an die KI geschickt. Die Analyse ist auf Dateien bis 25 MiB begrenzt; die Texterkennung und die einzelnen KI-Anfragen haben Zeitlimits von jeweils 45 Sekunden. Fehlen lesbarer Text, passende Stammdaten oder eine KI-Konfiguration, bleibt die manuelle Zuordnung verfügbar. Vorschläge und erkannter Text verändern weder das Original noch dessen Klassifizierung. Die Vorschau hält Ergebnisse während des Seitenbesuchs im Speicher, um erneute Analysen beim Wiederöffnen zu vermeiden; ein Mandantenwechsel verwirft sie. Gleichzeitige Analysen desselben Dokuments werden im Backend zusammengefasst, maximal vier Analysen laufen gleichzeitig pro Backend-Prozess. Die fachliche Qualität der KI-Vorschläge sollte bei der Inbetriebnahme mit eigenen Beispieldokumenten geprüft werden. ## Einrichtung 1. Als Administrator den gewünschten Mandanten auswählen und auf der Seite **Scanner einrichten → Scanner-Zugang erstellen** wählen. 2. Zieladresse, Benutzername und das einmalig angezeigte Passwort übernehmen. Der Zugang gehört ausschließlich zu diesem Mandanten und kann nur Scanner-Dateien einliefern. Er verwendet kein persönliches FEDEO-Passwort. Ein neues Passwort ersetzt das alte; **Zugang deaktivieren** sperrt weitere Übertragungen. 3. Am Epson ES-580W oder ES-C380W **Netzwerkordner/FTP → WebDAV (HTTPS)** wählen. In Web Config kann der Zieltyp **SharePoint (WebDAV)** heißen; dort bei separater Auswahl von HTTPS im Feld **Speichern unter** den Adressanteil ohne `https://` eintragen. Zieladresse und Zugangsdaten eintragen, Port 443 bzw. den Port der eigenen HTTPS-Adresse verwenden. Das Serverzertifikat muss vom Scanner akzeptiert werden. 4. PDF, Duplex und beispielsweise 300 dpi einstellen. Das Ziel als **FEDEO** speichern. Dateinamen mit Datum/Uhrzeit und laufender Nummer verwenden. Für getrennte Dokumente jeweils eine eigene Datei übertragen; Vorder- und Rückseite können in einer PDF bleiben. Beim ES-580W nach einem Neustart eine gegebenenfalls angezeigte Freigabe der Netzwerkfunktionen bestätigen. Solange diese gesperrt sind, kann der Scanner vor dem Papiereinzug einen Kommunikationsfehler melden, ohne das Ziel anzusprechen; seine Weboberfläche kann trotzdem erreichbar sein. Die vollständige Adresse wird aus der konfigurierten Backend-Adresse gebildet, z. B. `https://fedeo.example/backend/scanner-inbox/`. Ein vorhandener `/backend`-Präfix muss erhalten bleiben. Es ist kein lokaler Rechner oder Geräte-Agent erforderlich. Grundlage sind die Epson-Handbücher für [ES-580W](https://download.epson.de/pub/download/6371/epson637123eu.pdf) und [ES-C380W](https://download4.epson.biz/sec_pubs/es-c380w/useg/en/GUID-55C5993A-63B2-45C9-B3C9-9C6D6801CDF0.htm). Am physischen ES-580W wurde eine anfängliche `GET`-Prüfung des Empfangsordners beobachtet: Auf die `401`-Anmeldeaufforderung folgt ein authentifiziertes `GET`. Dieses muss erfolgreich beantwortet werden. Danach prüft Epson den Dateinamen per `HEAD`. Bei einer Zieladresse mit abschließendem Schrägstrich hängt das Gerät einen weiteren Trenner an, beispielsweise `/scanner-inbox//scan.pdf`. Der Endpunkt behandelt diese Adresse wie `/scanner-inbox/scan.pdf`; echte Unterordner und ungültige Dateinamen bleiben gesperrt. Ein fälschlich mit `400` beantworteter HEAD-Test führte am Gerät zur Meldung „Dateiname bereits verwendet“. Einen vollständigen Scan bis zum Eintrag in der Dokumentenablage bei der Inbetriebnahme prüfen. Nach der Dateinamenprüfung sendet der ES-580W zunächst einen leeren `PUT` mit `Content-Length: 0`. Dieser wird als Schreibprobe mit `201` bestätigt, sofern Zugang, Mandant und Dateiname zulässig sind. Dabei entstehen weder eine Datei noch ein Ablageeintrag oder eine dauerhafte Namensreservierung. Erst ein anschließender vollständiger Dokument-Upload wird gespeichert. Vorhandene Dateinamen werden auch bei einer leeren Probe mit `409` bzw. bei `If-None-Match: *` mit `412` geschützt. ## Schnittstelle und Betrieb - Datenbankmigrationen `0073_scanner_document_inbox` und `0074_scanner_inbox_filing` werden über die reguläre Drizzle-Migration eingespielt. Keine neuen Umgebungsvariablen oder zusätzlichen Dienste sind erforderlich; der vorhandene S3-kompatible Dateispeicher wird genutzt. - Der Scanner-Endpunkt liegt außerhalb der Browser-JWT-Anmeldung unter `/scanner-inbox/` und verwendet HTTP Basic mit eigenen zufälligen Zugangsdaten. Ausschließlich über HTTPS veröffentlichen. Passwörter werden nur als SHA-256-Hash gespeichert. - Unterstützt werden `OPTIONS`, `PROPFIND` (Depth 0/1), `HEAD` und `PUT /scanner-inbox/`. Ein authentifiziertes `GET` auf den Empfangsordner (mit oder ohne abschließenden Schrägstrich) liefert für die Epson-Vorprüfung `200` mit leerem Inhalt. Dokumente lassen sich damit nicht herunterladen. Der Empfangsordner existiert bereits; Unterordner, Lesen von Dateien, Löschen, Umbenennen und Überschreiben über den Scanner-Zugang sind nicht vorgesehen. Dies ist ein begrenzter WebDAV-Upload-Eingang, kein allgemeines Netzlaufwerk. Ein PROPFIND des Ordners gibt keine Dokumentenliste preis. - `PUT` enthält genau eine vollständige Datei als Rohdaten, ohne Multipart-Formular. PDF, JPEG, PNG und TIFF werden anhand von Dateiendung und Signatur geprüft, maximal 100 MiB. Keine Prüfung der gesamten Dokumentstruktur auf Beschädigungen. - Erfolgreiches Speichern: `201`. Identische Wiederholung unter demselben Dateinamen: `204`, ohne zweiten Ablageeintrag. Anderer Inhalt unter demselben Namen: `409`; mit `If-None-Match: *` bei vorhandenem Namen: `412`. Gleicher Inhalt unter einem neuen Namen wird als weiteres Dokument akzeptiert. - Fehlende/ungültige/deaktivierte Zugangsdaten: `401`; ungültiger Pfad oder leerer Upload ohne explizite Schreibprobe (`Content-Length: 0`): `400`; zu groß: `413`; falsches Format: `415`; Mandantenwartung: `423`. Bei Speicherfehlern gibt es keine Erfolgsbestätigung und keinen unvollständigen Ablageeintrag. Der Scanner kann erneut senden. - Der Reverse Proxy muss die genannten HTTP-Methoden, den Authorization-Header und Uploads bis 100 MiB zulassen. Bei einem abgeschnittenen Pfadpräfix sollte er `X-Forwarded-Prefix` setzen (Traefik StripPrefix erledigt dies). HTTPS endet üblicherweise am bestehenden Proxy. - Die Browser-API unter `/api/document-inbox` erfordert die normale FEDEO-Anmeldung und einen aktiven Mandanten. Portalbenutzer sind ausgeschlossen. Scanner-Zugänge verwalten nur Administratoren. Die Originale sind außerdem über die bestehende Dateiverwaltung zugänglich. - `GET /api/document-inbox/filing-options` liefert verfügbare Ordner und Typen. `POST /api/document-inbox/:id/file` mit JSON `{ "folder": "", "type": "" }` klassifiziert das Original und markiert den Eingang atomar als abgelegt. Für die Hauptebene ist `folder` als JSON-`null` zu senden. Ein bereits abgelegtes Dokument ergibt `409`; zwischenzeitlich archivierte oder fremde Ziele werden abgewiesen. Dateiänderungen enthalten Zeitpunkt und Benutzer. - `POST /api/document-inbox/:id/suggestion` liefert `{ "suggestion": { "folderId": "", "typeId": "", "confidence": "high|medium", "reason": "…" } }` oder einen leeren Vorschlag mit Erklärung. Nur offene, nicht archivierte Dokumente des aktiven Mandanten sind analysierbar. Die Anfrage legt nichts ab; dafür bleibt der separate `/file`-Aufruf erforderlich. ## Lokaler Funktionstest Mit Testzugangsdaten und einer Test-PDF gegen eine eigene Instanz: ```bash curl --user "$SCANNER_USER:$SCANNER_PASSWORD" --include "$SCANNER_URL" curl --user "$SCANNER_USER:$SCANNER_PASSWORD" -X PROPFIND -H 'Depth: 0' "$SCANNER_URL" curl --user "$SCANNER_USER:$SCANNER_PASSWORD" -H 'Content-Type: application/pdf' --upload-file test.pdf "${SCANNER_URL}test.pdf" ``` Die Vorprüfungen liefern `200` (GET, leerer Inhalt) und `207` (PROPFIND). Der erste Upload liefert `201`; eine identische Wiederholung ergibt `204`. Anschließend steht genau ein Dokument in der Ablage. Die automatisierten Integrationsprüfungen verwenden eine isolierte PostgreSQL-Datenbank und einen ersetzten Objektspeicher, niemals produktive Zugangsdaten: ```bash cd backend FEDEO_TEST_POSTGRES_IMAGE=postgres:16-alpine node --import tsx --test tests/scannerInbox.test.ts ```